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Compliance

Regeln festlegen, die vertrauliche Angaben erkennen, bevor sie an Cloud-Modelle oder die Websuche gehen.

Compliance-Richtlinien schützen vertrauliche Angaben wie Namen, E-Mail-Adressen oder Kontonummern davor, die LOKI-Appliance unbemerkt zu verlassen. LOKI prüft dafür alles, was nach außen geht:

  • Websuche und Webseitenabruf: die Suchbegriffe und Adressen, die LOKI verschickt.
  • Gespräche mit Cloud-Modellen: die Inhalte, die an einen Cloud-Anbieter gehen.

Was auf der Appliance bleibt, also Chats mit dem lokalen Modell Loki, prüft Compliance nicht; das ist dort nicht nötig.

Compliance verwalten nur Administratoren. Solange keine Richtlinie aktiv ist, prüft LOKI nichts.

Eine Richtlinie anlegen

Formular öffnen

Klicken Sie unter Compliance › Richtlinien auf Neue Richtlinie.

Name und Beschreibung

Geben Sie der Richtlinie einen Name und optional eine Beschreibung, etwa „Personendaten Personalabteilung“.

Aktion wählen

Unter Aktion bei markierten Inhalten legen Sie fest, was passiert, wenn LOKI etwas erkennt:

AktionWirkung
Benutzer fragen (senden / redigiert / abbrechen)Bei der Websuche entscheidet die Person im Chat selbst (siehe Compliance-Prüfung). Bei Cloud-Modellen wird geschwärzt.
Immer redigiert sendenErkannte Angaben werden vor dem Versand durch einen Platzhalter ersetzt.
Immer blockierenAufrufe und Gespräche mit erkannten Angaben werden abgelehnt.

Was erkannt werden soll

Haken Sie unter Erkannte Entitätstypen an, welche Arten von Angaben LOKI suchen soll. Bei einer neuen Richtlinie ist nichts angehakt; ohne Auswahl erkennt sie nichts.

TypErkennt
PERSONNamen von Personen
EMAIL_ADDRESSE-Mail-Adressen
PHONE_NUMBERTelefonnummern
LOCATIONOrte und Adressen
IBAN_CODEIBANs
CREDIT_CARDKreditkartennummern
IP_ADDRESSIP-Adressen
DATE_TIMEDatums- und Zeitangaben
URLInternetadressen
NRPNationalität, Religion, politische Zugehörigkeit

Weitere Typen stehen in der Liste; einige davon, etwa US_SSN, betreffen vor allem US-amerikanische Daten.

Eigene Muster (optional)

Unter Eigene Regex-Regeln ergänzen technisch versierte Personen eigene Suchmuster, etwa für interne Personal- oder Projektnummern. Jede Regel hat ein Label, ein Muster und einen Score.

Feineinstellungen

  • Konfidenzschwelle: wie sicher sich LOKI sein muss, bevor es etwas markiert, zwischen 0,0 und 1,0. Voreingestellt ist 0,95. Höher bedeutet weniger Fehlalarme, aber auch mehr übersehene Angaben.
  • Sprachen: In welchen Sprachen LOKI sucht; Deutsch und Englisch sind voreingestellt.
  • Gruppen: Die Richtlinie gilt nur für Mitglieder der angehakten Gruppen. Lassen Sie alle frei, gilt sie für alle.

Aktivieren und speichern

Haken Sie Aktiv an; neue Richtlinien sind zunächst inaktiv. Klicken Sie auf Speichern.

Sind mehrere Richtlinien aktiv, kombiniert LOKI sie und wendet jeweils die strengste Regel an.

Die Richtlinienliste

Unter Richtlinien sehen Sie jede Richtlinie mit Aktion, Entitätstypen, Gruppen („Alle“, wenn keine gewählt sind) und Status. In der Spalte Aktiv schalten Sie eine Richtlinie mit einem Klick ein oder aus. Mit dem Papierkorb löschen Sie sie.

Das Protokoll

Unter Compliance › Protokolle steht jeder Aufruf und jedes Gespräch, bei dem eine aktive Richtlinie geprüft hat: Zeit, Benutzer, Tool (bei Cloud-Modellen „Konversation (externes Modell)“), Funde und Entscheidung. Klappen Sie einen Eintrag auf, sehen Sie die angewandte Richtlinie, jeden Fund und was tatsächlich gesendet wurde.

Die Entscheidungen erscheinen auf Englisch:

EntscheidungBedeutung
Passed (no findings)Nichts erkannt, normal gesendet
User sent originalDie Person hat unverändert gesendet
User sent redactedDie Person hat geschwärzt gesendet
User cancelledDie Person hat den Aufruf abgebrochen
Redirected to local modelDie Person hat zum lokalen Modell gewechselt
Auto-redacted (policy default)Automatisch geschwärzt
Auto-blocked (policy default)Automatisch blockiert

Das Protokoll enthält die Originalangaben

Damit Sie Entscheidungen nachvollziehen können, speichert das Protokoll auch die ursprünglichen, ungeschwärzten Inhalte. Es ist nur für Administratoren sichtbar.

Grenzen

Die Erkennung arbeitet automatisch und ist nicht fehlerfrei: Sie kann Angaben übersehen und harmlose Stellen markieren. Compliance-Richtlinien sind deshalb eine zusätzliche Sicherung, kein Ersatz für die Entscheidung, ob Cloud-Modelle und Websuche für Ihre Inhalte überhaupt in Frage kommen.

Gibt es keine aktive Richtlinie, gehen Inhalte ungeprüft an Cloud-Modelle, auch Inhalte aus E-Mails und Datenbanken.

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